01.10.2011 | Eröffnung des Schlafmedizinischen Zentrums
Bad Driburg. In der Caspar Heinrich Klinik Bad Driburg eröffnet in diesen Tagen eine neue Abteilung: ein Schlafmedizinisches Zentrum in dem sich Patienten ambulant und stationär behandeln lassen können. Zur offiziellen Eröffnungsveranstaltung am Mittwoch, den 14. September waren zunächst hauptsächlich Ärzte eingeladen, die sich vor Ort im Rahmen einer Ärztefortbildung über die Möglichkeiten des neuen Zentrums informieren konnten. Eine weitere Veranstaltung für Betroffene ist bereits in Planung.
Es gibt mehr als 80 verschiedene Formen von Schlafstörungen. Die schwerste Form der Schlafstörungen, das Schlafapnoesyndrom kann besonders fatale Folgen haben. Dazu zählen unter anderem Unfälle im Straßenverkehr aufgrund von Sekundenschlaf am Steuer, Plötzlicher Herztod, Schlaganfall und Herzerkrankungen. „Die entscheidenden krankmachenden Faktoren für die Entstehung von Folgeschäden einer Schlafapnoe sind der nächtliche Sauerstoffmangel und der erhöhte Gehalt an Stresshormonen“, weiß Dr. Wilfried Böhning, Ärztlicher Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums der Caspar Heinrich Klinik.
Grundsätzlich werden schwere Schlafstörungen im häuslichen Umfeld zwar oft bemerkt, aber nur wenige handeln dann richtig und begeben sich in ärztliche Behandlung. „Wenn ich ihn anstoße, dann atmet er weiter“ - so ist häufig die Beobachtung von Ehefrauen. Grundsätzlich gilt: wer während des Schlafens Atempausen von mehr als 10 Sekunden Dauer mit einer Häufigkeit von mehr als 5x in der Stunde aufweist, der leidet an einem Schlafapnoesyndrom. Insgesamt gibt es 4,5 Millionen Betroffene in Deutschland, allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass bei 90 bis 95 % der Betroffenen die Erkrankung immer noch unerkannt ist.
Im Schlafmedizinischen Zentrum der Caspar Heinrich Klinik erhalten Betroffene eine schlafmedizinische Behandlung und Therapie durch ein äußerst erfahrenes Team. Dabei kommen die Patienten zunächst zu einer ambulant durchgeführten Voruntersuchung in die Caspar Heinrich Klinik und verbringen danach für einen kompletten Check-up ein bis drei Nächte in einem der stilvoll gestalteten Patientenzimmer. Die Ärzte und Therapeuten der Gräflichen Klinik können dabei auf aktuellste
diagnostische Geräte zurückgreifen, wie zum Beispiel Langzeit-Handgelenkspulsoxymetrie, 6-Kanal-Polygraphie, komplette Polysomnographie mit nichtinvasiver kontinuierlicher Blutdruckregistrierung und im Bedarfsfall auch paralleler Langzeitsäuremessung und Vigilanz-Diagnostik (Schläfrigkeits-/Müdigkeitsdiagnostik).
Das Angebot richtet sich an selbstzahlende Patienten. Die Kosten für die Behandlung und Therapie werden nach GOÄ abgerechnet und von privaten Krankenversicherungen in aller Regel übernommen. Von gesetzlichen Krankenversicherungen werden die Kosten derzeit noch nicht erstattet.

