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13.07.2010 | Wandern als ideale Sportart für das Herz-Kreislauf-System

Bad Driburg. Die Sonne und die warmen Temperaturen locken in den Sommermonaten wieder viele Menschen ins Freie. Vor allem das Wandern erfreut sich bei den Freizeitbeschäftigungen immer größerer Beliebtheit. Wandern kann jeder in jedem Alter und in seinem eigenen Tempo, und man kann damit sogar noch die Risikofaktoren, die zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen, mindern. 

"Wandern ist im Rahmen der Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen sehr zu empfehlen. Es wirkt blutdrucksenkend, kann Fettleibigkeit reduzieren und Stress abbauen", weiß Stefan Wahden, Leiter des Sporttherapeutischen Zentrums der Caspar Heinrich Klinik in Bad Driburg und Leiter einer Herzsportgruppe in Paderborn. 

"Man sollte allerdings beim Wandern ein paar Dinge beachten, damit es sich auch wirklich positiv auf die Gesundheit auswirkt. Zum Beispiel sollten Menschen, die bereits Probleme mit ihrem Herzen haben, bei Temperaturen um 30 Grad überhaupt nicht wandern." Um richtig zu wandern, ist es außerdem wichtig, vor allem die Belastung mit Hilfe des Trainingspulses zu kontrollieren, rät der Experte. Zur Errechnung des Trainingspulses gilt: 180 minus Lebensalter (wer so genannte Betablocker einnimmt, muss von diesem Wert noch weitere 10% abziehen). Der so errechnete Trainingspuls sollte beim Wandern in etwa erreicht, nicht aber überschritten, werden (kontrollieren Sie Ihren Pulsschlag pro Minute insbesondere auch nach Anstiegen). 

Anzeichen wie Luftnot, Engegefühl im Brustbereich oder die schweren Beine am folgenden Tag sind eindeutige Anzeichen für ein zu schnelles Wandern. Der erhoffte Leistungsgewinn kehrt sich dann genau ins Gegenteil. Für einen ausgiebigen Wandertag sind auch ein ausgewogenes Proviantpäckchen und die richtigen Getränke ratsam. Der Körper benötigt ausreichend Flüssigkeit, um die Anstrengungen zu leisten. Ideal ist klares, stilles Wasser. Davon sollte man 2-3 Liter am Tag trinken - besonders während der Wanderung ist das Trinken wichtig! Apfelschorle, Tee sowie verdünnte Frucht- und Gemüsesäfte können ergänzend mitgenommen werden. Kaffee oder süße Limonade können den Flüssigkeitsverlust nicht ausgleichen und sollten deshalb nicht Inhalt des Wanderrucksacks sein. Für das Picknick zwischendurch eignen sich vor allem kohlenhydratreiche Lebensmittel, wie zum Beispiel belegte Vollkornbrötchen oder Vollkornbrote mit magerem Belag. Frisches Obst oder Gemüse liefert wertvolle Energie und führt dem Organismus wichtige Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe zu. 

Aber Achtung: diese sollten möglichst luftdicht verpackt sein, zum Beispiel in einer Aromadose. "Nach dem Picknick sollten Sie sich noch eine kurze Pause gönnen. Direktes Weitermarschieren, könnte zu Seitenstechen und Magenschmerzen führen", warnt Stefan Wahden. Also, auch beim Wandern gilt: In der Ruhe liegt die Kraft!